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Zurücklassen – Aufgreifen – Aneignen II

Unter dem Titel Zurücklassen – Aufgreifen – Aneignen versammeln sich Arbeiten, die den urbanen Raum als Aktionsfeld bzw. zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung machen. Der Fokus liegt auf dem urbanen Raum als soziales Gefüge, an dem sich Veränderungen ablesen lassen und auf dem urbanen Raum als choreografisches Aktionsfeld von vielfältigen Handlungsabläufen. Das Zurücklassen, Verändern, Aufnehmen und Eingreifen sind künstlerische Strategien, die in der Ausstellung zur Diskussion gestellt werden. Die Randbereiche des Alltäglichen werden beleuchtet und auf unterschiedliche Weise zum Thema gemacht.

25.7.2020 um 17 Uhr, Schloss Wolkersdorf: Eröffnung und Podiumsgespräch mit den Künstler*innen und den Initiatorinnen der Ausstellung

Künstler*innen/artists: Elisa Andessner, Rahel Bruns, Ilse Chlan, Romana Hagyo, Maria Hanl, Silke Maier-Gamauf, Christoph Schwarz und Reinhold Zisser

The urban space is the field of action that the artists use in drawings, video, objects and photography as a topic of their artistic research. Their view focuses on the city as a social structure and as a place for a wide range of actions, highlighting marginal areas of everyday life. The individual positions deal with space, its construction, use, possibilities and limitations. Leaving behind, changing, taking in and intervening are artistic strategies that are put up for discussion in the exhibition. Leaving Behind—Picking Up—Appropriating is a processoriented project with different combinations of artistic positions.

opening & artists talk – 25.7.2020, 5 p.m, Schloss Wolkersdorf, 2120 Wolkersdorf Österreich


 

 

Eintrag Mai 2020: Bis auf Weiteres sind alle kommenden Ausstellung aufgrund der aktuellen Corona-Krise abgesagt aber noch bis Montag 18.05. ist im Schaukasten des Künstlerhauses Arnoldstr 26-30 in Hamburg Ottensen zu sehen:

 

National Cacophony Göthe (niemand ist hoffnungsloser versklavt…), 2020

Mixed Media
in 120 x 98 x 3 cm Schaukasten

Die Fundstücke:
Pappe der G20 Prostest 2017 in Hamburg mit Goethe Zitat, Cuttermesser,- und Autoreifenspuren sowie undefinierter Verschmutzung.
Besprühte zerbrochene Glasscheiben, ein Plakat mit Gesicht mit Spiralbrille und diverse Weitere.
Außerdem Fotos Hymnen singender Nationalspieler und Funktionäre während der Fußball WM 2018.

Nationalhymnen singende Fußballspieler, pathetisch bis zur scheinbaren Ekstase: die Kakophonie der Hymnen der irrig ernst genommenen nationalen Identitäten wie Luftblasen.
Die Protest-Pappe, leidenschaftlich unbeholfen im Insistieren. Da meint es jemand ernst mit der Freiheit und gegen die mächtigsten 20 Nationen der Welt braucht es schon Göthe (sic) – mindestens. Das geknülltes Plakat im 3 cm Zwischenraum des Schaukastens kommentiert Freiheit auf seine Weise – auch die der Kunst. Und diese hält mit Ruppigkeit dagegen: in der Schönheit des zersprungenen Glas, der Sprühfarbe darauf und den sich überlagernden Schichten und Schatten.

 

Foto: Martin Sigmund


Sonntag, 12. Januar 2020, ab 15 Uhr
16 Uhr: Rahel Bruns feat. Daniel Gloger (Countertenor)

Schnabel, Zunge und Fänge von roter Farbe

Auf Einladung der Künstlerin Rahel Bruns präsentiert der Countertenor Daniel Gloger eine vokale Performance, in der er der in ihrem Werk ausformulierten Unzulänglichkeit menschlicher Sprache gesanglich nachspürt und die Spannbreite sowie die Grenzen menschlicher Stimme auslotet. Dabei reagiert er auf die Arbeiten der Künstlerin und setzt die feinen Nuancen von Bruns ausgestellten Druckgrafiken klanglich um. Ebenfalls greift er Textfragmente des Buches Kein Gras drüber – Töchter jüdischer Überlebender auf, das Bruns in einer Papierskulptur zeigt. Die Sprachlosigkeit dem gegenüber, wozu der Mensch imstande ist, wird durch die bloße Stimme des Sängers zum unmittelbaren Ausdruck menschlichen Seins.

Der Countertenor Daniel Gloger (*1976) inspiriert wie kaum ein anderer Sänger seines Faches Komponist/innen unserer Zeit zu neuen Klängen und Werken. Über 200 Uraufführungen eigens für ihn komponierter Werke führten ihn an die großen Opernhäuser Europas. Regelmäßig kooperiert er außerdem mit Künstlern wie Olaf Nicolai oder Jonathan Meese.

Eintritt frei. 
Nutzen Sie die letzte Gelegenheit die Ausstellung zu sehen.

Klosterwall 15
20095 Hamburg
+49 40/ 33 58 03

https://www.kunsthaushamburg.de

https://www.danielgloger.de

 

NOMINEES
Bewerber/innen für das Arbeitsstipendium für bildende Kunst der Freien und Hansestadt Hamburg 2020

3. Dezember 2019 – 12. Januar 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NOMINEES
zu Gast im Kunsthaus Hamburg

Elisa Barrera, Utz Biesemann, Belia Brückner, Rahel Bruns, David Fletcher, Asana Fujikawa, Paul Glaw, Rosanna Graf, Alexandra Hojenski, David Köllmann, Clara Lena Langenbach, Wonek Lee, Shira Lewis, Stefan Mildenberger, Clara Palmberger-Süße, Tintin Patrone, Sablage, Nicolaas Schmidt, Paul Spengemann, Youssef Tabti, Felix Thiele, Carlos León Zambrano

Ausstellungseröffnung
Montag, 2. Dezember 2019, 18 Uhr

Es sprechen: Dr. Carsten Brosda (Senator der Behörde für Kultur und Medien, Hamburg)
Anna Nowak (Kuratorin, Kunsthaus Hamburg)

Die Ausstellung zeigt eine Vorauswahl der von einer Fachjury nominierten Bewerber/innen für die Hamburger Arbeitsstipendien 2020. Aus der Auswahl ergibt sich ein spannender Einblick in die aktuelle Kunstszene der Stadt. Unter den 22 künstlerischen Positionen sind in diesem Jahr neben Malerei und Video installative Arbeiten vertreten, die sich auf den Ausstellungsraum beziehen und vor Ort entstehen. Zum Ende des Stipendienjahres wird eine Abschlusspräsentation ausgerichtet, zu der ein Katalog erscheint.Die Hamburger Arbeitsstipendien werden jährlich von der Behörde für Kultur und Medien an zehn Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in Hamburg und abgeschlossenem Studium vergeben. Sie sind eines der nachhaltigsten Förderinstrumente für den künstlerischen Nachwuchs der Stadt und haben seit ihrem Bestehen rund 390 Kunstschaffenden geholfen, den Weg in eine künstlerische Existenz zu ebnen. 2020 wird das Stipendium bereits zum 40. Mal ausgelobt. Ein Projekt derAusstellungsrundgänge
Sonntag, 15. Dezember 2019, 15 Uhr
Donnerstag, 9. Januar 2020, 18 Uhr

Finissage
Sonntag, 12. Januar 2019, 15 Uhr, 16 Uhr Performance Countertenor Daniel Gloger

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Über die Instrumentalisierung von Kunst:

https://www.deichtorhallen.de/halle4/in-stahlgewittern

Adler III, 2008 / Edelstahl / variable Maße auf 130 x 130 cm Sockeln / Nationalgalerie Prag